anderswo Giardina

Giardina 2017 - die neue Natürlichkeit

1.3.17Ein Schweizer Garten

Der März ist braun, kalt und nass und doch kribbelt es bereits in den Fingern. Jeder Sonnenstrahl wird genutzt, um draussen die ersten Stauden zurückzuschneiden. Wer sich noch Inspiration für die neue Gartensaison holen möchte, dem kann ich einen Besuch an der grössten Garten-Indooraustellung GIARDINA ans Herz legen. Während draussen der Garten noch ruht, tauche ich in die zauberhaften Showgärten ab. Besonders freue ich mich über den "neuen Gartentrend" der genau meinen Geschmack trifft:

NEUE NATÜRLICHKEIT - NATÜRLICHE GARTENBILDER VERZAUBERN

Pressetext Giardina: 
Vom 15. bis 19. März lädt die international grösste Indoor-Gartenausstellung zu einem einzigartigen Gartenereignis ein. Die Giardina 2017 legt den Fokus auf die neue Natürlichkeit in der Gartengestaltung. Renommierte Gartenbauer veranschaulichen, wie sie diesen Gartentrend mit baulichen Massnahmen, sorgfältiger Pflanzenwahl und dem Einsatz ausgesuchter Materialien in Schweizer Gärten umsetzen. Die Besucher können in diese Welt der neuen Natürlichkeit eintauchen und sich von vielseitigen Schaugärten inspirieren lassen. 

Natürlich wirkende, lebendige Bepflanzungen sind heute im Trend. Garten-, Terrassen und Balkonbesitzer gleichermassen möchten die Natürlichkeit zelebrieren und diese mit möglichst kleinem Aufwand dauerhaft geniessen. Mit sorgfältiger Planung und baulichen Massnahmen gelingt es Landschaftsarchitekten und Gartenbauern, diese Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Nicht nur die Bepflanzung lehnt sich an die Natur an: Bodenplatten und Möbel aus lokalem Naturstein, geflochtene Trennwände oder Skulpturen aus Holz und Metall kreieren stimmige Gartenbilder. Die neue Natürlichkeit im Garten lebt von bewussten Eingriffen: Üppige, winterharte Kletterpflanzen wie Wilder Wein, Clematis oder Rambler-Rosen mildern harte architektonische Kanten. Ein charaktervolles Gehölz mit bizzarem Wuchs belebt das Hausgarten-Idyll mit wohldosierter Dramatik. 

Die Pflanzentrends 
Im Trend liegen Pflanzen, die einen "Blumenwiesen-Look" erzeugen. Besonders gefragt sind widerstandsfähige, filigran wirkende Pflanzen mit verzweigtem Wuchs und zarten, einfachen Blüten. Während es früher undenkbar schien, abgeblühte Blütenköpfe stehen zu lassen, wählt man heute bewusst Stauden und Ziergräser, die nach der Blüte attraktive Samenstände bilden. Früh blühende einheimische und spät blühende nicht heimische Pflanzen bieten Nutzinsekten so von März bis November Nahrung. Dauerhafte Stauden mit natürlicher Anmutung tragen wohlklingende Namen wie etwa Fetthenne (Sedum), weisse Prachtkerze (Gaura lindheimeri ‘Whirling Butterflies’), Brandkraut (Phlomis russeliana), Perlgras (Melica), Bronzefenchel (Foeniculum vulgare ‘Rubrum’), Steppensalbei (Salvia nemorosa), Myrtenaster (Aster ericoides) oder auch Silber-Chinaschilf (Miscanthus sinensis ‘Graziella’). 

Neue Natürlichkeit in vielen Facetten
Die Thurgauer Gartenbauer Egli Grün sowie Winkler & Richard Naturgärten zeigen zwei Wege auf, wie die neue Natürlichkeit interpretiert werden kann. Während Egli Grün die Kunst beherrscht, trotz moderner Gestaltung ausgesprochen natürlich anmutende Gärten zu kreieren, taucht der Besucher bei Winkler & Richard in einen urbanen aber gleichzeitig wildromantisch gestalteten Innenhof ein. In beiden Schaugärten vermischen sich moderne Elemente mit natürlicher Bepflanzung zu wunderschönen Gesamtbildern. 


 „In unseren Gärten fühlen sich die Menschen geborgen, weil wir Gartenräume schaffen, die ihren 
Bewohnern Rückzugsmöglichkeiten und Raum zur Entfaltung bieten. Mit Pflanzenkompositionen aus einheimischen Wildstauden und Gehölzen setzen wir bewusst Kontrapunkte zum Klischee, dass man im Naturgarten alles sich selber überlassen kann. Auch „wildromantische“ Naturgärten sind gestaltete Gärten, denen ein Konzept zugrunde liegt.“ 

Peter Richard, Winkler & Richard Naturgärten 


(Foto: Giardina / Winkler Richard Naturgärten - Privatgarten)

„Unsere Gärten sollen für unsere Kunden Kraft- und Energiequellen sein, wo sie die Elemente Natur, Feuer und Wasser erleben und die Jahreszeiten bewusst wahrnehmen können. Dabei sind die Gärten sowohl geordnet als auch dynamisch, vielfältig, belebt und natürlich. Wir verwenden vielerlei Pflanzen mit unterschiedlichen Blatt- und Blütenformen, ausdrucksstarke Solitärpflanzen, einheimische Natursteine mit naturbelassenen Oberflächen und Schweizer Holz.“

Marcel Egli, Egli Grün AG

Natürlich anmutende Gärten trotz moderner Gestaltung (Foto: Giardina/ Egli Grün Sirnach)



„Natürlichkeit entsteht dadurch, dass der Garten gestalterisch in seine Umgebung eingepasst wird. Die Voraussetzungen, die die Umgebung bietet, gilt es mit den Wünschen und Visionen unserer Kunden in Einklang zu bringen. Das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren macht eine natürliche und hochwertige Gartengestaltung aus.“ 

Robin Lustenberger und Jan Schelling, Lustenberger Schelling Landschaftsarchitektur 

(Foto: Giardina / Lustenberger Schelling Landschaftsarchitektur)

Das Familienunternehmen R.Sager AG aus Gonten stellt an der Giardina antike Brunnen aus.
Von so einem tollen Brunnentrog mit Patina kann ich nur träumen.


Alle Infos hier: Giardina



Herzliche Grüsse
Carmen

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13 Kommentare

  1. Schön, wenn wieder Natürlichkeit in den Gärten Einzug hält. In unserer Stadt gibt es momentan eine Ausstellung zu den vielen Steinwüsten, in denen sich keine Blumen oder Tiere halten können!
    Ich fände es schade, wenn sich in meinem Garten keine Tiere mehr tummeln würden! Grade heute habe ich die erste Biene entdeckt!
    Viele Grüße von Margit

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    1. Diese Ausstellung würde mich interessieren, leider zu weit weg! Trotz Vielfalt und Futterpflanzen für Raupen und biologischem Gärtnern sind es immer weniger Schmetterlinge und Bienen bei uns im Garten. Ich vermute dass es an den vielen Giften liegt, die überall auf die Felder ausgebracht wird. Macht mich total traurig!

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  2. Seufz...So schöne Inspirationen. "Natürlichkeit" kommt mir sehr entgegen...wobei mir "der Trend" eigentlich ziemlich schnuppe ist...Ich pflanze in meinen Garten, was mir gefällt...Zufällig liege ich nun damit gerade "im Trend" ;-). Liebe Grüße, Lotta.

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  3. Also ich mache eigentlich auch keinen Trend mit...aber jetzt liegt mein Garten doch im Trend...juchuu "mir san hoit Trendsetter"
    Ohh und diese antiken Brunnen...ja da lässt es sich gut träumen.

    Wunderschön.
    Danke für die tollen Bilder.
    LG aus der Holledau, Steffi

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  4. Wie schön, endlich mal wieder etwas von Dir zu lesen. Ich war schon in Sorge, ob bei Dir/Euch alles im Lack ist. Und diese von der Natur inspirierten Gärten sind sowieso der Knüller. Einfach schön.Ich schick Dir ganz liebe Grüsse - und einen Knuddler für den Hund ;-)
    Elke

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  5. Jetzt habe ich lange überlegt, ob ich etwas schreiben soll... mich freut nämlich dieser Trend, in einigen Regionen des deutschsprachigen Raums ist außerdem heuer das "Jahr der Biene" und Natürlichkeit im Garten ist für mich etwas ganz Wesentliches.

    Aber nachdem ich schon bei der Ankündigung einer "Garten-Indoor-Ausstellung" etwas geahnt habe, bin ich noch brav auf deren Homepage gegangen und habe mich durch den Panorama-Rundgang geklickt. Und ehrlich: Mit für März vorgetriebenen Pflanzen in einer Halle für natürliche Gärten zu werben ist für mich so, als ob man mit einem Schnittblumenstrauß aus kenianischen Rosen die Artenvielfalt in den heimischen Wiesen an die Menschen bringen möchte. Für mich sind so Ausstellungen nämlich genau das Gegenteil von Natürlichkeit... aber vielleicht ist das auch unfair von mir, ich krieg auch bei Blumensträußen schon Gänsehaut ;-).

    Die Bilder jedenfalls sind sehr, sehr schön. Wenn solche Gärten die Folge der Ausstellung sind, dann wäre das erfreulich!

    Liebe Grüße und schönen Frühling,
    Katrin

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    1. Ja stimmt Katrin, die Showgärten snd voller vorgezogener Treibhausware. Trotzdem finde ich die Messe sehr sehenswert, da sie wirklich tolle Inspirationen bietet.

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  6. Amei as imagens.
    Muito bonito.
    janicce.

    Ich liebte die Bilder.
    Sehr schön.
    janicce.

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  7. Liebe Carmen
    Schön, wieder von dir zu lesen. Habe mir die letzten Wochen immer wieder überlegt dir zu schreiben, da ich mir Sorgen um dich/euch gemacht habe.
    Jetzt bin ich sehr gespannt auf deinen Frühlingsgarten. Auch durch deine alten Blogbeiträge werde ich mich nochmal wühlen. Nach Jahren haben wir uns endlich überwunden München zu verlassen und im Heimatdorf meines Mannes im Allgäu ein Haus zu bauen. Dabei wollte ich doch nur so einen schönen Garten haben wie du :D und jetzt gehts ans anlegen...
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Muriel

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  8. Schön, wieder von dir zu lesen...hab dich vermisst!

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  9. Ohhh, danke liebe Carmen, grad ein Stück weit mitgeträumt und geschmunzelt, weil wir doch offensichtlich voll im Trend liegen :)!!!!
    Diese alten Steinbrunnen sind immer noch ein Traum von mir. Mal sehen. Das Problem ist nur, dass ich sie nicht in den Garten bekommen werde. Erfolgreich alle Zufahrtswege zugepflanzt :)! Danke für die Sehnsuchtsbilder
    Elisabeth

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  10. Ach, da würde ich jetzt auch gerne hinfahren.. Wenn es nur nicht so weit weg wäre ;) War gestern auf der Garten München (Messe) und bin ehrlich gesagt eher enttäuscht davon. Fast nur noch Whirlpools und Saunen..
    Den ein oder anderen Lichtpunkt gab es trotzdem und ich habe ein paar Schätzchen mitgebracht :)
    Liebe Grüße
    Tatjana

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